Der Anfang:


Es begann bei mir mit der Literatur:

Vor ca. 20 Jahren (mit ca. 10 Jahren) lernte ich einen (kleinen) Roman kennen, der für mich ein Tor zu einer absolut neuen Welt eröffnete: Das Buch "Der Kleine Hobbit", geschrieben von J.R.R. TOLKIEN wurde zusammen mit dem Zyklus "Der Herr der Ringe" meine persönliche BIBEL. Das erste Buch (nicht fachliche) Tolkiens ist seit seinem Erscheinen in den 30er, vorallem mit der weiterführenden Story "Der Herr der Ringe" das Werk, daß eine absolute neue Literatur - Gattung einleitete, die es vorher so nie gegeben hatte. Tolkien hatte eine völlig neue, eigenständige Welt kreiert, geschaffen. J.R.R.Tolkien war der eine wichtige Autor, der meine Lesegewohnheiten, meinen Lesegeschmack nachhaltig prägen sollte.

Einen extrem großen Einfluß übte auf mich die Autorin Susan Cooper aus, deren Wintersonnenwenden - Zyklus mich nach wie vor fesselt. Und je älter ich werde, desto mehr gefällt der Zyklus mir, desto mehr verstehe ich ihn auch wirklich. Es geht um einen Kampf der "Mächte des Lichts", gegen die "Mächte der Finsternis": es ist ein Kampf der schon seit Jahrtausenden tobt, angefangen in der Zeit der sogenannten Völkerwanderung. Was mich damals wie heute so sehr fesselte war die Tatsache, daß alte Legenden trotz allem noch immer wahr sind, verborgen zwar, aber noch immer entdeckbar. Wenn man nur will, kann man den wahren Kern in allen Legenden, Märchen, etc. durch Nachforschen meistens entdecken und entschlüsseln. Obwohl dieser Zyklus eigentlich für Jugendliche, also Teenager geschrieben wurde, ist er doch wohl erst für Erwachsene richtig nachvollziehbar.
Ein anderer Autor war W. E. Hohlbein, der in seinem besten Zyklus, "Der Hexer von Salem", eine Hommage an Lovecraft kreierte, und mich so erst auf diesen brachte. Ich wollte wissen, was denn dieser Mann, wenn er überhaupt etwas geschrieben hat; geschrieben hatte und war so sehr von den Geschichten begeistert, daß ich süchtig danach geworden bin. Die Liebe zu den Lektüren (u.a. "Der kleine Hobbit"), allen voran der, des Fantasy - Großmeisters TOLKIEN, sowie "Midgard" von W.E. HOHLBEIN, verstärkte mein, damals schon großes, Interesse an alten Religionen, speziell der Magie.:
Seit dieser Zeit wußte ich, daß für mich das wichtigste religiöse Element die Natur war und ist. Seit ich denken kann, war ich von alten Mythen und Kulturen fasziniert: Irgendwann merkte ich, daß dieses Buch (die Bibel) ein Sammelsurium andere, viel älterer Kulturen war. Ich fing an nachzuforschen, was es für ältere Religionen es vor dem Christentum, außer den Ägyptern, die ich schon sehr früh, Dank eines großartigen Buchs meiner Eltern kannte, gegeben hatte.
Zum Glück bekam ich mit ca. 10 Jahren (?), wie alt ich damals wirklich war kann ich leider nicht mehr nachvollziehen, von meinen Eltern ein Buch über die Sagen des Abendlandes. Dieses Buch enthielt alte Sagen und Legenden der Griechen, der Römer, der Germanen, Kelten und Finnen, über die Rittersagen des Mittelalters und zuletzt der Artus-Runde! Ich verschlang dieses Buch bestimmt hundert Male. Es wurde "meine Bibel". Zwar handelten auch hier die meisten Geschichten vom Kampf "Gut" gegen "Böse", doch die beiden Gegner waren gleichwertig, gleichstark. Nicht wie bei den großen, verstaatlichten Monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam, bei der der Böse ein verstoßener Diener des mächtigsten Gottes ist. Vor allem handelte dieses Buch von Männern und Frauen, die durch ihr rechtschaffenes Leben, die Möglichkeit erhielten, einen Platz an der Tafel der Götter einnehmen zu dürfen. Ein Element der Mythologie, die ich später bei den Fields OF The Nephilim und ihrem Mythos wiederfinden sollte, und der mir den direkten Zugang zu ihnen ermöglichten sollte.
Am meisten muß mich wohl die Tatsache fasziniert haben, daß es in allen Erzählungen, vor dem Christentum, von Göttern und Halbgöttern beiderlei Geschlechts nur so gewimmelt hat. Und vorallem, daß rechtschaffene Menschen zu Halbgöttern erhoben werden konnten und wurden.

Von der Literatur zur Musik:

Wie vielleicht bekannt sein dürfte wird jeder Mensch durch die Erlebnisse, Erfahrungen in der Kindheit entscheidend, für den Rest seines Lebens geprägt. Ich selber wurde in meiner Kindheit entscheidend durch zwei eng miteinander verwobene Dinge geprägt: Das eine war die Fantasy - Literatur, die verbunden war mit der Vorliebe für antique Mythen und Legenden und dem Glauben daran. Bis zu meinem 23. Lebensjahr, war mir zwar bewußt, daß die Natur für mich das wichtigste war, aber die große Offenbarung kam erst Anfang 1996. Beim Warten auf das Soloalbum des Sängers meiner absoluten Lieblingsband Carl Mc Coy, dem damals ehemaligen Sänger der legendären Fields of the Nephilim, hörte ich wochenlang nur die Fields - Werke (auf meinem Walkman). Beim Ansehen des Revelations - Video und dem wiederholten Hören aller Fields - Alben, wußte ich endlich das "Schlüsselwort" der Religion, an die ich glaubte und glaube. Der Schlüssel hieß "Schamanismus" Daraus resultierend war die andere Vorliebe für die MUSIK, die ich hörte, und nach wie vor höre. Alle Gruppen, Interpreten, die ich mag, haben gemeinsam, daß sie Musik mit Seele machen. Allen Gruppen (Interpreten) ist ihre Tiefe gemeinsam, die einen "fliegen", psychonaut, läßt.

Jeder hat irgendwann in seinem Leben als Musikhörer mal Kontakt mit einem Interpreten, einer Gruppe, die zum Schlüsselerlebnis für das weitere musikalische Hörerleben wird. Großgeworden bin ich mit Bands wie: The Cure, Siouxsie, Sisters, Mission, etc. Ich war und bin spätestens seit meinem 12 Lebensjahr Fan des, damals populären, New Wave. Angefangen habe ich mit klassischer Musik ala Beethoven, bis ich dann 1986 Jean Michel Jarres Musik kennen und lieben lernte. Im Jahre 1987 nahm mir ein Klassenkamerad eine Kassettenkopie des Depeche Mode Albums "Music For The Masses" auf. Das war mein erster Kontakt mit einem aktuellem Werk einer populären Band.
Auf der Seite B befand sich die Kopie des "trough the looking glass" Albums, von SOUXSIE AND THE BANSHEES. Das ist das Album, daß daran Schuld ist, daß ich endgültig, Siouxsie - Fan wurde.
In den 80ern hörte ich mir außer The Cure oft Sisters of Mercy und noch öfters, weil sie mir besser gefielen The Mission, sowie Jean Michel Jarre an.
Am Sonntag dem 14.12.1998 habe ich aus Langeweile ein mir altbekanntes The Mission - Video angesehen. Dadurch wurde bei mir mal wieder ein FLASH ausgelöst. The Mission besaßen damals (1986 - 1991) eine unglaubliche Sinnlichkeit in ihrer Musik, die mir so gefallen hat und es heute mehr als je zu vor tut. Prägend war bei für mich bei The Mission diese "feingliedrige Gitarren - Arbeit". Wayne Hussey, Simon Hinkler, Craig Adams und Nick Brown schafften es mit den einfachsten Melodien eine tolle / großartige Stimmung zu erzeugen. Sie schrieben absolut zeitlose Musik. Seit dem 14.12.1998 weiß ich endlich, daß ich Fields nie so geliebt hätte, nie so lieben würde, wenn ich vorher nicht "The Mission" gekannt und (etwas später) geliebt hätte.
Zwischen 1988 - 1990 hatte ich eine extreme The Cure - Phase, d.h. ich hörte fast nur deren Werke. Ihr 1989 erschienenes Album Disintegration ist für mich eines meiner Lieblingsalben und gleichzeitig das beste The Cure - Album überhaupt! Dieses Werk berührt mich nach wie vor. Vor allem, weil es, meines Erachtens, ihr einziges Werk ist, daß wirklich aus einem Guß ist und eine Stimmung wie bei einem schönen GOTHIC NOVEL - Roman erschafft. Perfekter schafft das nur Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows". Das ist "wahrer Gothic Rock"

Die Götter des Gothic - Rocks:

Mein erster Kontakt zu meiner absoluten Lieblingsband seit nun mehr als 9 Jahren geschah schon im Jahre 1990. Von einem Nachbarn nahm ich mir DAWNRAZOR auf, daß, obwohl geniale Stücke offenbarend, mir doch längere Zeit nicht so richtig gefiel. Mir war das erstemal alles zu fremd, aber vorallem fehlte mir etwas bei diesem Sound! Im Sommer 1991 lauschte ich den Klängen eines von meinem Bruder ausgeliehenes Mixtapes. Auf der Seite B befanden sich die Drei Stücke, die letzten drei Stücke, die mich zu einem jener Verrückten werden ließen, die am liebsten im Nebel wanderten oder den Staub der unendlichen Weite genossen, wenn sie von langer Reise nach Hause kamen. Der 17jährige Stefan C. lauschte im Hochsommer Klängen, die ihn um den Verstand brachten. Ich hatte dieses Tape ausgesucht, weil ich hoffte, daß mir die drei, mir damals völlig unbekannten Stücke, die von der Fields - Maxi "Sumerland" stammten, besser gefallen als die Stücke des DAWNRAZOR Albums. Um keinen falschen Eindruck von mir zu geben, datt Album gefiel mir damals schon: es hatte Ansätze von dem was ich damals suchte und das mir an jenem heißen Sommermittag geoffenbart wurde. Als die ersten Töne von Sumerland durch meine Gehörgänge jagten, bestand meine einzige Reaktion darin, den Walkman lauter (auf Maximum!) zu stellen und diesem atemberaubendem Sound zu lauschen. Damals war ich seit ca. 5 Jahren Fan melodiöser (schöner) und vor allem melancholischer Gitarren - Musik. Darum haben mir viele CURE- Stücke so gefallen. Die ersten Takte von Watchman trieben mir die Tränen in die Augen, ich war völlig gerührt. Ich hatte endlich den Sound, die Musik gefunden, der meine Seele bis ins tiefste traf, der mich bis uns Mark erschütterte, mit einem göttlichen Gesang! !!! Erst viel später, Ende der 90er weiß ich mit Bestimmtheit, daß seit den fast sieben Jahren, seit denen ich Fantasy - Fan war, immer eine melodiöse, melancholische Musik gesucht habe, die außerdem noch die Mystik meiner Lieblingsliteratur implizierte. Fields Of The Nephilim war diese Band. Genau im richtigen Augenblick. Fields Of The Nephilim s 1990er Elizium - Album ist seit dem ich es kenne, (leider erst seit 1991) mein absolutes Lieblingsalbum, mit meinem absoluten Lieblingsstück Sumerland. Fields Of The Nephilim die Götter des Gothic Rocks erreichten eine musikalische und epische Tiefe mit ihren Werken, wie es keine Band je vor oder nach ihnen geschafft hat. Nach ihrer Trennung, nach Mitte 1991 suchte ich jahrelang eine Band, die mindestens in Ansätzen, die musikalische Tiefe der legendären Fields hatte. Als ich glaubte eine gefunden zu haben (Love Like Blood), wurden sie schlecht, s.u.
Meine Freunde wissen, daß ich extremer Fields - FAN bin, daß sie für mich die einzige Band schlecht hin sind. So ist verständlich, daß die Gothic Rock Bands der 90er Jahre ala Love Like Blood, Dronning Maud Land, Two Witches, Vendemmian, ja sogar Nösferätu; die mir zum Großteil immer noch gefallen, etwas vom Geiste, der Musik der Fields haben.



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